ALV-Zahlungen sollen bis zum Sommer wieder vollständig ausgezahlt werden

Der Schweizer Bundesrat möchte die Verzögerungen bei den Zahlungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) bis zum kommenden Sommer vollständig ausgleichen. Hintergrund sind technische Probleme im neuen Zahlungssystem, die seit Beginn des Jahres zu Verzögerungen bei den täglichen Leistungen (Taggelder) geführt haben.

Wie Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Montag während der Fragestunde im Nationalrat erklärte, arbeitet das Staatssekretariat für Wirtschaft derzeit intensiv daran, die entstandenen Rückstände aufzuholen. Das neue IT-System „Asal 2.0“, das am 6. Januar eingeführt wurde, hatte zunächst erhebliche technische Probleme verursacht.

Besonders betroffen waren Personen, die sich neu arbeitslos gemeldet hatten und deren Anspruch zunächst überprüft werden musste. Viele von ihnen erhielten ihre Taggelder verspätet oder vorübergehend gar nicht. Laut Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) konnten aufgrund der technischen Schwierigkeiten etwa 15 Prozent der für Januar vorgesehenen Zahlungen zunächst nicht ausgezahlt werden.

Inzwischen hat sich die Situation laut Behördenangaben deutlich verbessert. Der Direktor für Arbeit beim State Secretariat for Economic Affairs, Jérôme Cosandey, erklärte in der vergangenen Woche, dass die Systeme inzwischen stabil laufen und der Betrieb wieder weitgehend normalisiert wurde.

Die Behörden gehen davon aus, dass die noch offenen Zahlungen schrittweise aufgearbeitet werden und die Rückstände bis zum Sommer vollständig ausgeglichen sein sollen. Für viele Betroffene bedeutet dies, dass sie ihre ausstehenden Leistungen in den kommenden Monaten nachträglich erhalten werden.

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